1. Alpe.Adria.Logistik. Kongress 2012: Logistik- und Wirtschafts-Drehscheibe Kärnten

am Mittwoch, 21 November 2012. in Allgemein

1. Alpe.Adria.Logistik. Kongress 2012: Logistik- und Wirtschafts-Drehscheibe Kärnten

Am 14. November trafen an die 250 nationale und internationale ExpertInnen aus Logistik, Industrie und Politik am „1. Alpe.Adria.Logistik.Kongress" im Thermen Resort Warmbad-Villach. Das Lebensland Kärnten - Team freute sich, an der Diskussion zum Thema „Zukunftsregion Süd-Ost. Im Fokus der europäischen Verkehrsachsen" teilzunehmen.

Der eintägige Logistikkongress war geprägt von Vorträgen und Fachdiskussionen, in welchen erfolgreiche logistische Produkte und Dienstleistungen der Regionen in Süd- und Südosteuropa (Süddeutschland, Österreich, Norditalien, Slowenien, Kroatien) vorgestellt wurden.

Projekte, wie der Koralmtunnel oder das Logistikzentrum Alplog Carinthia im Raum Villach/Fürnitz, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung Kärntens als Logistik- und Wirtschaftsdrehscheibe. „Die Baltisch-Adriatische Verkehrsachse verbindet die Ostsee mit der Adria und ist ein gigantisches Projekt, das für den Süden Österreichs – durch die Koralmbahn mit dem Koralmtunnel - auch enorme wirtschaftliche und logistische Chancen bietet. Dem Raum Villach/Fürnitz und damit dem Logistikzentrum Alplog Carinthia kommt in dieser Vernetzung von Autobahnen, Bahnlinien und den Adriahäfen eine herausragende Stellung zu", so Gerhard Dörfler, Landeshauptmann von Kärnten.

Bei einem zunehmenden Warenaustausch zwischen China und Europa werden alternative Transportwege und leistungsfähige Anbindungen in das Hinterland zunehmend wichtiger. Diesen Veränderungen stellen sich auch die Länder der Alpe-Adria Region. Das Bundesland Kärnten, im Schnittpunkt zweier hochrangiger europäischer Hauptverkehrsachsen (Baltisch Adriatische, sowie Tauernachse) gelegen, konzentriert sich dabei auf eine intensive Zusammenarbeit mit den Nord-Adriatischen Häfen (NAPA-Häfen: Venedig, Ravenna, Triest, Koper, Rijeka). Ziel ist die Positionierung als internationale Logistikdrehscheibe nach Fernost. Damit wird es möglich, die Transportströme von und zu den Adriahäfen zu bündeln und damit als Hinterlandhub zu fungieren. Ausgehend davon, dass die Kapazität der NAPA-Häfen zur Abwicklung des Transportaufkommens langfristig nicht mehr ausreichen, bedienen sich diese Häfen zur schnellen Abwicklung und zu Bündelung von Transportströmen zunehmend so genannter Hinterland Hubs bzw. Trockenhäfen.

Immerhin ist die Entfernung von den Adriahäfen in Ostdestinationen um rund 3700 Kilometer geringer als von norddeutschen Häfen. Man kann sich die Einsparungen für ein Transportunternehmen ausrechnen, wenn ein Frachter von Bremerhaven nach Singapur 22 Tage, von Revenna lediglich 16 Tage braucht.

Die Logistikdrehscheibe Kärnten hat die Chance, die Wirtschaftsdrehscheibe in den Südosten Europas zu werden und bietet die Möglichkeit, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, war der einhellige Tenor der internationalen Teilnehmer.

Mehr Infos: www.logistikkongress.at

Fotonachweis: NMF/Kropf (paparazzi1.net)

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